Studien
Als universitäre HNO-Klinik mit dem Hörzentrum Hannover setzen wir unsere klinischen Erfahrungen und vor allem neuen Fragen selbstverständlich in wissenschaftliche Erkenntnisse um. Wesentlicher Bestandteil der HNO-Klinik ist daher sowohl die Arbeit in der Grundlagenforschung als auch in der Entwicklung neuer Elektrodensysteme und deren Verhalten in der menschlichen Cochlea (Hörschnecke). Zudem arbeiten wir permanent an der Weiterentwicklung und Optimierung der Sprachprozessoren, insbesondere von Cochlea-Implantat-Systemen, aber auch von anderen Hörimplantaten. Im Folgenden wird (ohne Anspruch auf Vollständigkeit aufgrund Aktualität der wissenschaftlichen Forschung) eine Darstellung einzelner, zurzeit von uns durchgeführten Studien gelistet. Sie haben die Möglichkeit, durch das direkte Anklicken der Studienbezeichnungen sich über die Studiendetails zu informieren.
Aktuelle Studien:
Krankheitsbewältigung bei akutem Tinnitus
Hörerhaltende Operationen bei Kindern und Erwachsenen mit Cochlea-Implantaten
Seit mehreren Jahren können Cochlea-Implantate Schwerhörigkeiten immer besser beheben. Dieses bedeutet, dass auch Patienten mit einem Restgehör für ein Cochlea-Implantat infrage kommen. Prof. Thomas Lenarz hat über seine chirurgische Erfahrung und über die Erfahrung, Elektroden mit Firmen zu entwickeln in den letzten Jahren eine deutliche Optimierung bei Elektrodensystemen vornehmen können. Dieses kombiniert mit einer verbesserten und veränderten operativen Technik kann dazu führen, das Restgehör zu erhalten und somit das Restgehör neben dem Cochlea-Implantat mit oder ohne Hörgerät auf der gleichen Seite nutzbar zu machen. In einer klinischen Beobachtung werden diese Patienten besonders betreut. Eine im engeren Sinne vorhandene Studie ist dies nicht. Die Produkte haben eine offizielle CE-Marke und sind in die klinische Versorgung eingeflossen. Allerdings werden Patienten mit einer elektroakustischen Versorgung - unabhängig vom Lebensalter - einer besonderen und ausführlichen Betreuung, welches die Einstellung, die Therapie aber auch die Testung, das heißt die Qualitätsüberprüfung betrifft, unterzogen. Ansprechpartner für diese engmaschige Patientenbeobachtung sind im Hörzentrum insbesondere die Ingenieure Mark Alexander Schüßler und Henrike Schultrich.
Entwicklung eines neuen Sprachprozessorprogramms für Cochlea-Implantat-Träger der Produktlinie Cochlear:
Wesentliches Ziel der Weiterentwicklung der Sprachprozessoren ist es immer, einen besseren und natürlicheren Klang sowie einen geringen Batterieverbrauch zu erzielen. Mit der Einführung des neuen Sprachverarbeitungsprogramm MP3000 scheint dieses Dr. Andreas Büchner und seinem Team im Hörzentrum gelungen zu sein. Die Implementierung in die Software der Firma Cochlear und deren Sprachprozessoren wurde nun in einer Studienphase begonnen. Interessierte Patienten mögen sich über die E-Mail-Adresse von Dr. Büchner für eine mögliche Teilnahme an der Studie in Verbindung setzen (buechner.andreas(at)mh-hannover.de).
Verbesserte Störschallunterdrückung bei der Verwendung der Sprachprozessoren der Firma Advanced Bionics:
Neben der Verbesserung der eigentlichen Codierung der Sprache in den Sprachprozessoren ist eine wesentliche Verbesserung des Sprachverstehens in geräuschvoller Umgebung durch eine automatisierte Störschallunterdrückung erreichbar. Dieses konnte gemeinsam mit den Ingenieuren des Hörzentrums Hannover und der Firma Advanced Bionics erreicht werden, die die Prozessoren ihrer Produktfamilie zur Verfügung stellen. Interessierte Patientensollten sich an Dr. Andreas Büchner per E-Mail (buechner.andreas(at)mh-hannover.de) oder per Post wenden.
